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Elternversammlung der Schüler der D-Foundation Akademie


Zwei Jahre, nach dem die Schule eröffnet wurde, wollten wir ein Treffen mit den Eltern der Schüler veranstalten, um sie erneut über die Besonderheiten unserer Schule und der Pädagogik aufzuklären, ihnen die Ziele des Projektes nochmals zu erläutern und um ihnen den Raum zu geben, Fragen zu stellen. Zu der zweistündigen Zusammenkunft erschienen etwa 45 Personen.

Zunächst thematisierten wir die Schulfinanzierung, damit die Eltern einen Einblick in die gegenwärtige Situation der Schule bekommen konnten. 10% der Kosten werden über die Schulgebühr, die von den Eltern entrichtet werden, finanziert. 20% werden durch Spenden und Patenschaften, vor allem aus dem Ausland, gedeckt und 70% der Geldmittel werden von Hariom selbst aufgebracht. Wir wollten den Eltern bewusst machen, dass diese Schule eine enorme Investition in ihre Kinder bedeutet und dass sie das ernst nehmen müssen. Sie sollten verstehen, warum wir Schulgebühren verlangen, auch wenn sie sehr gering sind (je nach Möglichkeit der Eltern zwischen 5-35 Rupies, etwa 8-55 Eurocent). Sie haben eher symbolische Charakter und schaffen doch eine gewisse Verbindlichkeit der Eltern uns gegenüber. Wir möchte, dass die Eltern ein Bewusstsein für die Bildung ihrer Kinder und für die Schwierigkeiten der Finanzierung entwickeln. Potentielle Sponsoren möchten gewisse Sicherheiten und eine Stabilität des Projektes, in das sie zu investieren gedenken. Um ihnen jedoch offensichtliche Ergebnisse präsentieren zu können, wird es weitere drei bis fünf Jahre dauern, da Bildung ein Langzeitprojekt bedeutet. Das ist der Grund, warum wir die Akademie während der ersten Jahre überwiegend aus eigenen Quellen finanzieren müssen und warum die Kooperation der Eltern so enorm wichtig für uns ist, damit die Fortschritte der Kinder das Gütekriterium für die Qualität der Bildung ist, die die Kinder bei uns erhalten.




As the world is changing quickly, the education methods have to follow. We want to teach these children in a more efficient way, so that no time is wasted. We want them to reach the same level as the high class children. This is not possible with the traditional education system, and for this we are using Hariom’s 12 years experience in an international education project, as well as we are calling for international volunteers, workers in the educational field, teachers or pedagogues, who come to teach English, computer and complementary skills. As soon as we will dispose on more funds, we will also send experts in education and psychology. Nowadays there is a countless number of new schools opening, asking for high school fees, but, as many of you have experienced, the expected results are not coming, the children waste their time and the parents their money. We will prepare them and give them the best chances in life. They will have regular and interactive classes on English, computer, as we are arranging to bring laptops to the school and furnish it right. We want them to be able to take initiatives, to have their own ideas in mind, and not just train them to repeat and reproduce without any critic. We want them to be actors of their own learning. A proper training includes the good manners. For this reason it is essential for the children to attend school wearing clean clothes, and keep a strict self-hygiene. They have to learn to keep their belongings, living-and studying environment clean also. There is a responsibility for the parents to care that the children attend the school daily, that they always come with clean clothes, no matter if broken, but clean. We want to introduce the school uniform for all as soon as it is possible in order that there is no difference between the children having good or broken clothes.



Die Welt sich schnell verändert, müssen auch die Methoden der Bildung sich dem ständigen Wandel anpassen. Wir möchten die Kinder effizienter lehren können und dafür gilt es, keine Zeit zu verlieren. Wir möchten, dass sie das gleiche Bildungsniveau erreichen, wie die Kinder, die den höheren Kasten angehören. Dies lässt sich mit dem traditionellen Bildungssystem nicht erzielen und so nutzen wir Harioms zwölfjährige Erfahrung im Bereich eines internationalen Bildungsprojektes, sowie die Mitarbeit internationaler Freiwilliger, die im pädagogischen Bereicht tätig sind, setzten sie als Lehrer und Pädagogen ein, die Englisch und Computerarbeit unterrichten und grundlegende Kompetenzen vermitteln. Sobald wir über zuverlässige und langfristige Geldquellen verfügen, möchte wir Bildungsexperten und Psychologen in dieses Projekt miteinbeziehen. Heutzutage werden unzählige neue Schulen eröffnet, die hohe Schulgebühren erheben. Aber viele von euch haben die Erfahrung gemacht, dass die erwarteten Ergebnisse ausbleiben und die Kinder ihre Zeit, die Eltern ihr Geld verschwenden. Wir möchten die Schüler bestmöglich vorbereiten und ihnen die Chance für ein besseres Leben bieten. Sie sollen regelmäßigen und interaktiven Englischunterricht erhalten, Computerarbeit soll erlernt werden und so versuchen wir, die Räumlichkeiten dementsprechend auszustatten und Computer zu organisieren. Wir möchten die Schüler dazu befähigen, Initiative zu ergreifen, ihre eigenen Idee und Vorstellungen zu verfolgen und nicht einfach Stoff zu wiederholen ohne selbstbestimmt und kritisch zu denken. Wir möchten, dass sie Akteure ihres eigenen Lernprozesses sind. Gute Bildung bedarf guter Voraussetzungen. Daher ist es uns wichtig, dass die Kinder die Schule mit sauberer Kleidung betreten und intensive Körperhygiene betreiben. Sie müssen lernen, auf ihre Habe zu achten und auch ihre Lebens- und Lernumgebung ordentlich zu halten. Die Verantwortung der Eltern liegt darin, darauf zu achten, dass die Kinder täglich zur Schule gehen, dass sie saubere Kleidung tragen, egal ob sie zerrissen oder alt sein mag, aber sauber soll sie sein. Wir möchten gerne so bald wie möglich eine Schuluniform einführen, damit es keine Unterschiede zwischen den Kindern bezüglich ordentlicher Kleidung gibt.


Wie bereits erwähnt, ist es oberste Priorität, dass die Kinder die Schule täglich besuchen. Jedes Mal, wenn sie fehlen, werden sie mehr in Verzug kommen und immer mehr lernen müssen, um letztlich ein gutes Niveau zu erreichen beziehungsweise halten zu können. Schüler, die während des Jahres zu oft im Unterricht gefehlt haben und das geforderte Niveau nicht erreichen konnten, werden nicht zur höheren Klasse zugelassen. Da wir viel in den Bau der Schule, die Gehälter der Lehrer und die laufenden Kosten der Schule investieren, erwarten wir zumindest, dass die Kinder täglich anwesend sind und jeden Tag ihre Hausaufgaben machen. Damit sie ihre Hausaufgaben machen können, sollten die Eltern sie von Feldarbeit und anderem befreien. Natürlich sollen sie den Eltern zu Hand gehen, aber Kinder, die viel und hart arbeiten, können nicht die nötige Zeit der Schule und dem Lernen widmen und versperren sich somit den Weg für ein zukünftiges selbstbestimmtes Leben. Auch ein Kind, das müde oder hungrig ist, kann nicht lernen. So sollen die Eltern bestmöglich für ausreichende und gehaltvolle Ernährung achten. Sie sollen die Kindern wenn möglich helfen, sie motivieren und darauf achten, dass sie ihre Hausaufgaben gewissenhaft erledigen. Jedoch soll dies nicht durch Drohungen und Schläge oder jede Art der Gewalt und Angst erzielt werden. Wir möchten, dass die Kinder gerne zur Schule gehen, frei von Druck und psychischer Anspannung.


Was die Kinder, die nicht den durchschnittliche Niveau erreichen, betrifft, so können wir sie einerseits nicht für die höheren Klassen zulassen, weil sie zum Einen das Gesamtniveau der Klasse drücken können und zum Anderen die Arbeitsatmosphäre stören oder vom Unterricht vollkommen ausgeschlossen werden können, da sie nicht in der Lage sind, ihm inhaltlich zu folgen. Anderseits, wenn wir diese Schüler in den unteren Klassen behalten, werden sie zusammen mit jüngeren Schülern unterrichtet und können Minderwertigkeitsgefühle entwickeln und unter mangelndem Selbstwertgefühl leiden, was zu weiteren psychischen Problemen führen kann. Daher werden wir Zwischenkurse einführen für die Schüler, die zu schwache Ergebnisse erzielen oder nie zur Schule gegangen sind, auch wenn sie älter sind. Wir haben vor, diesen Unterricht abends, sonntags und in den Ferien anzubieten. Die schwächeren Schüler sollen dann von den Leistungsstarken unterstützt und unterrichtet werden, die im Gegenzug eine Partnerschaft und wenn möglich eine Aufwandsentschädigung bekommen sollen. So soll allen geholfen werden, die einen können ihre inhaltlichen Kenntnisse durch das Unterrichten vertiefen und Erfahrungen in diesem Feld sammeln und die anderen können ihrem Stand gerecht weitergeführt werden.

Wir überprüfen den psychischem Zustand der Kinder durch einen entsprechenden Test, um die Klassen demgemäss zusammensetzen zu können. Die Psychologen ziehen dazu unter anderem die selbstgemalten Bilder der Kinder (zum Beispiels eines Baumes oder einer Person) heran, um herauszufinden, in welchem Zustand die Kinder sind und wie wir mit der gegenwärtigen Situation gegebenenfalls umgehen können.

Bisher hatten wir vier Sponsoren für die Schüler. Inzwischen konnten wir die Zahl verdoppeln. Die Kinder, die durch eine Patenschaft von jemandem gesponsert werden, erhalten ein Stipendium, Stifte, Bücher, Kopien, Schuluniform und gegebenenfalls Gesundheitsversorgung. Außerdem beobachten wir ihre Fortschritte regelmäßig. Ein Teil des Geldes aus der Patenschaft fließt auch in die Finanzierung der gesamten Schule. Dies bietet den Schülern eine tolle Möglichkeit, sich zu verbessern und auch mit jemandem per E-Mail oder Briefkontakt im Ausland in Kontakt zu treten. Dies wiederum hilft den Kindern, ihren Horizont zu erweitern. Aus diesem Grunde wird gerade von diesen Kindern erwartet, dass sie regelmäßig zur Schule gehen, ihre Hausaufgaben erledigen und fleißig lernen, damit sie das Geld des Sponsors auch bestmöglich nutzen. Die Schüler können diese finanzielle Unterstützung wirklich nutzen, um sich weiterzuentwickeln. Wir möchten diesen Bericht damit abschließen, dass wir ihnen versichern, dass im vergleich zum letzten Jahr insgesamt enorme Fortschritte gemacht werden konnten. Die Kinder sind sehr motiviert und gehen gerne zur Schule (viele kommen schon eine Stunde vor Unterrichtsbeginn und verlassen das Schulgelände erst am Abend!). Letzteres zeigt deutlich, dass sowohl Mädchen, als auch Jungen aus einer Familie zur Schule geschickt werden. Wir ermutigen die Eltern immer wieder, allen Kindern der Familie die Möglichkeit dieser Bildung zukommen zu lassen.



Herzlichen Dank


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