Bodhgayaprojekt - DFoundation

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Bodhgayaprojekt

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Bodhgaya Projekt



Kämpfen für die Rechte der Kinder in Indien



Momentane Situation:


Kinderhandel:

Bodhgaya (Bihar) ist für Buddhisten eine der heiligsten Städte Indiens. Dort erlangte Prinz Siddhartha Erleuchtung und wurde Buddha. Alle buddhistischen Bezirke errichteten Tempel und Klöster, um den Pilern die Verehrung Buddhas in der Nähe des Mahabodhi Tempels zu ermöglichen. Doch die dunkle Seite der Pilgerstadt gerät oft in Vergessenheit: der Kinderhandel.


Tatsächlich ist Bihar eine der ärmsten Regionen Indiens. Viele Stammesangehörige leben in Armut und die Gebrutenrate ist sehr hoch. Diese Eltern sind eine leichte Beute für die Menschenhändler, die Kinder nach China bringen. Sie reisen in diese Region, um die armen und meist ungebildeten Familien zu besuchen und sie zu überzeugen, ihnen die Kinder anzuvertrauen. Die Kinderhändler versprechen den Eltern für die Kinder Arbeit in China zu suchen, damit sie dann Geld nach Hause schicken können. Oftmals lassen sich die verzweifelten Familien auf solche Angebote ein. Sobald die Kinder in China angekommen sind, benachrichtigen die Kinderhändler die Familie von der vermeintlichen Flucht des jeweiligen Kindes. So beginnt der Leidensweg...





Kinderrechte:

In der selben Region kommen Kinder bereits mit acht Jahren für bloße Ordnungswidrigkeiten ins Gefängnis. Ohne über das indische Jugenstrafrecht urteilen zu wollen, so ist diese Situation doch alarmierend. Das Recht schreibt vor, jugendliche Straftäter zwischen 8 und 18 Jahren nach entsprechenden Verhandlungen in speziellen Einrichtungen des Jugendgerichts in einer Art Untersuchungshaft zu halten. Allerdings gibt es aufgrund der extremen Armut in diesem Distrikt keine dafür vorgesehenen Jugendstrafvollzugsanstalten. Die Jugendlichen sind somit zusammen mit erwachsenen Straftätern im Gefändnis. Wie überall in Indien sind diese Gefängnisse überfüllt - in einer Zelle, die für vier Gefangene konzipiert wurde, drängen sich bis zu 17 Personen. Dazu kommen Handel und Missbrauch innerhalb der Gefängnisse. Kinder sind die Schwächsten von allen und daher die ersten Opfer dieser katastrophalen Umstände. Ungeachtet dessen, was sie verbrochen haben, sei es ein zivilrechtliches Vergehen oder ein Delikt, diese Tortur haben sie nicht verdient.


Bettelnde Kinder:

Ein weiteres schwerwiegendes Problem ist in dieser Region besonders verheerend: die Mafia, welche Straßenkinder für ihre Zwecke nutzt. Die Kinder sind Waise, wurden verstoßen oder haben ihr zu Hause verlassen. Die Mafia fügt den Kindern Schäden in Form von Verstümmelungen zu (viele der Kinder sind blind...), damit die bettelnden Kinder bei Turisten und Pilgern verstärkt Mitleid erregen. Das erbetene Geld fließt direkt in die Hände der Mafia.



Unsere Projekte

Bei zahlreichen Anlässen hat die D-Foundation diese Missbräuche angeprangert und verurteilt und es ist ihr gelungen, einige der Verantwortlichen gerichtlich zu belangen. Allerdings ist es von enormer Bedeutung, Aufklärungsarbeit und Prävention unter den verarmten Familien zu betreiben. Dieses Ziel verfolgend hatte Hariom (Vorsitzender) einige Artikel zu der oben genannten Situation verfasst. Da aber viele Eltern nicht Lesen und Schreiben können, müssen wir in diese Region reisen, um zum Einen den Stämmen vorort die Situation zu erklären und zum Anderen ihre Lebensumstände zu verbessern. Wir möchten den Müttern Familienplanung vermitteln, damit sie nur so viele Kinder bekommen, wie sie auch ernähren können.


Außerdem möchten wir den Familien Rechtsberatung anbieten, damit sie über den Verbleib ihrer verschwundenen Kinder erfahren (bei unserem letzten Besuch der Region wurdem mehr als 50 Kinder vemisst). Im weiteren Verlauf soll unser Projekt in Bihar den Familien finanzielle Unterstützung bieten und die Errichtung von Schulen ermöglichen.


Bezüglich der Jugendlichen in den Gefängnissen werden Gelder benötigt, um Einrichtungen explitzit für Jugendliche einzurichten und deren rechtliche Beratung und Betreuung zu sichern.


Und schließlich zu dem Problem mit den verstümmelten Bettelkindern. Wir möchten eine kooperative Verbindung mehrerer Nichtsregierungsorganisationen in Bodhgaya aufbauen, um vorort gegen diese Mafia vorgehen zu können. Hierfür gilt es die Menschen zu informieren, damit sie den Kindern kein Geld geben. Weiter möchten wir versuchen, die Kinder aus ihrem Umfeld rauszuholen, indem wir ihnen ein Heim und Essen anbieten und sie längerfristig wieder in das Bildungssystem reintegrieren.


Das Büro der D-Foundation befindet sich in Sarnath, etwa fünf Autostunden von Bodhgaya entfernt. Es wird schwierig, die Bedürftigen kontinuierlich auf diese Distanz ausreichend zu betreuen und zu unterstützen, wenn keine Anlaufstelle vorort gegeben ist. Daher liegt zunächst der Fokus eines Projektes darauf, ein weiteres D-Foundation Büro in Bodhgaya aufzubauen, damit wir dort Familien aufnehmen, ihnen Zeit und Untestützung anbieten können.





Für all diese Projekte brauchen wir dringend Hilfe. Für Unterstützung jeglicher Art sind wir sehr dankbar.


Danke für euer Vertrauen in unsere Arbeit


Das D-Foundation Team.




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